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Andreas Geisler | SPD-Landtagskandidat

Wahlen 09

Meine Kandidatenrede vom 31.01.2009 in Eilenburg

Es gilt das gesprochene Wort:

Kandidatenrede

Liebe Genossinnen und Genossen, geehrte Anwesende liebe Freunde.

Heute haben wir uns hier in Eilenburg versammelt um den Kandidaten zu küren mit dem wir in dem schwierigen Wahlkreis 31 in den Wahlkampf ziehen wollen. Es haben sich 2 Kandidaten gefunden die so denke ich beide durchaus dieses Amt ausfüllen können. Und egal wie die Entscheidung heute ausgeht, haben Peter und ich uns versprochen, ab Morgen gilt unser Wahlkampf nicht mehr dieser Kandidatur, sondern gemeinsam gegen unseren Widerpart Rolf Seidel. Dieser Mann wird dem Wahlkreis nicht gerecht, weil er sich im Wahlkampf immer in den Vordergrund spielt und wenn er gewählt wurde wieder abgetaucht ist.

Also auf geht’s lösen wir ihn ab.

Aber zunächst möchte ich mich als Kandidat vorstellen. Ich bin Andreas Geisler, 42 Jahre alt und wohne seit meinem ersten Lebensjahr ohne Unterbrechung in diesem Wahlkreis. Ich bin seit fast 20 Jahren verheiratet mit meiner Frau Britt, die mir für meine politischen Aktivitäten den Rücken freihält und jetzt gerade auf unser Geschäft und 2 unserer Kinder aufpasst. Ingesamt haben wir 3 Kinder 2 leibliche Töchter und einen Pflegesohn. Wir haben ihn in unsere Familie aufgenommen nachdem seine Mutter tödlich an Krebs erkrankte.

Nach einer normalen DDR Kindheit und einem Schulabschluss mit Auszeichnung, ging ich weil ich nicht das studieren durfte was ich wollte in die Bäckerlehre. Als bester Lehrling im Bezirk und drittbester der DDR durfte ich mit 18 Jahren zur Meisterschule. Diese habe ich mit 21 als einer der jüngsten mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen. Seit 1990 bin ich mit einer Bäckerei in Lindenthal selbständig. Es ist ein Betrieb mit langer Tradition mit seinem Ursprung in Schlesien und ich betreibe ihn, wenn man alten Kirchenbüchern trauen darf in der 9. Generation.

Was euch besonders interessieren wird, ist mein Werdegang in der SPD.
Er begann Anfang der 90 er Jahre als unsere Fraktion im Ort Schwierigkeiten hatte gegen eine starke CDU den Verwaltungsausschuss der Gemeinde Lindenthal zu besetzen. Ich wurde angesprochen, weil ich sozialdemokratisch gesinnt, doch auch eine Person war, dem alle Parteien Vertrauen schenkten. Heiner Harms wird sich erinnern es hat geklappt.
Mittlerweile sitze ich die dritte Legislatur im Gemeinderat bzw. nach der Eingemeindung im Ortschaftsrat. Hier möchte ich meinem Mentor Frank Friedrich Dank sagen.
Ich war aktiv in die Verhandlungen des Eingemeindungsvertrages mit Leipzig eingebunden und ich bin einer der 2 Stellvertreter des Ortsvorstehers.
1999, also genau vor 10 Jahren bin ich in die SPD eingetreten.

Ich hatte erkannt, dass man sich klar zu etwas bekennen muss und den Rückhalt einer starken Partei braucht um etwas zu bewegen. Seit 4 Jahren bin ich Vorsitzender des SPD Ortsvereins Leipzig Nordwest und ich werde mich im April diesen Jahres erneut der Wahl stellen. Letzte Woche wurde ich mit einem aussichtsreichen Ergebnis erneut als Kandidat der SPD für den Ortschaftsrat Lindenthal und den Stadtrat von Leipzig aufgestellt.

Dennoch mache ich nicht nur Parteipolitik, denn wir müssen nah bei den Menschen sein und das gilt hier im ländlichen Raum ganz besonders.
So bin ich seit 9 Jahren Elternsprecher und begleite sowohl die Entwicklung unsere Kinder als auch die Entwicklung der Bildungslandschaft in meinem Umfeld. 5 Jahre war ich Elternsprecher der Paul Robeson Grundschule und danach weil sich die Wege meiner Kinder getrennt haben 2 Jahre stellv. Elternsprecher der Paul Robeson Mittelschule und aktuell seit 5 Jahren stellv. Elternsprecher im Gymnasium in Schkeuditz.

Als Mitglied im TSV Einheit Lindenthal spiele ich – wenn es meine Zeit erlaubt aktiv Tischtennis und Volleyball.
Des Weiteren bin ich Mitglied oder Fördermitglied bzw. Sponsor einiger Vereine in meinem Umfeld. Meine Bäckerei sponsert den Förderverein der freiwilligen Feuerwehr, genauso wie beide Jugendclubs, diverse Bürger- und Heimatvereine über Schulvereine bis zum Kirchenvorstand.
In der Weihnachtszeit haben wir mit den SPD Frauen die Weihnachtsfeier im Leipziger Frauenhaus mit Backwaren unterstützt.

Ihr werdet mich frage warum stehe ich hier vorne und wofür stehe ich eigentlich:

Ich möchte das mit meinen Themen Gerechtigkeit, Familienfreundlichkeit und Lebensqualität beantworten.

Das heißt, mir liegt daran, dass alle Kinder egal welcher Herkunft dieselben Chancen bekommen, beginnend mit dem Bildungsauftrag in den Kitas über das längere gemeinsame Lernen in den Schulen, der endlich notwendigen wirklichen Lernmittelfreiheit, oder auch das Angehen der Ausfallproblematik sowie die Eltern wieder stärker in die Pflicht zu nehmen.
Mit welchem Recht sind zum Beispiel Filialen der vom Staat unterstützten Banken in einem viel besseren baulichen Zustand als unsere Schulen, Sporthallen und Kindertagesstätten.

Und natürlich müssen in einem Land wo Studiengebühren dank uns kein Thema sind, die Gebühren für Krippe, Kita und Hort schrittweise abgeschafft werden und jedes Kind soll ein kostenloses Mittagessen angeboten bekommen und soll die Möglichkeit haben nachmittags in der Schule betreut zu werden.
Die staatlichen Leistungen müssen direkt bei den Kindern ankommen. Wir müssen Bedingungen schaffen für Familienfreundlichkeit, dass wieder mehr Kinder geboren werden, und alle ich sage ausdrücklich alle so gefördert und aber auch gefordert werden, dass sie ihre Fähigkeiten optimal entfalten können. Bildung ist zu wichtig, dass wir es uns erlauben können auf diesem Weg auch nur ein Kind zurückzulassen.

Aber auch die Punkte Lärm, Industrieansiedlungen und Infrastruktur gehören auf die Agenda und zu meinem Thema Lebensqualität.
Das heißt, natürlich stehen wir als SPD zu der Entwicklung im Norden von Leipzig, entlang der A 14, schließlich haben wir sie mit vorangetrieben.

Aber ich sage auch deutlich: Wer die Bevölkerung nicht mitnimmt auf seinem Weg und wer auf Kosten der Menschen Gewinnmaximierung betreibt, muss von der Politik klar die Grenzen aufgezeigt bekommen.

Das Beispiel Flughafen mit seinen Versuchen die Festlegungen des Planfeststellungsbeschlusses zu unterlaufen, zeigt dies überdeutlich. Betriebe wie dieser sollten sich auch aufgrund ihrer Besitzverhältnisse sozialer verhalten, auch dafür werde ich kämpfen, angefangen damit habe ich schon. Mein Antrag zur quellenübergreifenden Lärmbetrachtung mit der Musterregion hier nördlich von Leipzig ist auf dem letzten Landesparteitag mit großer Mehrheit angenommen wurden und wird hoffentlich Eingang in unser Wahlprogramm finden.
Ich habe auch in längeren 4 Augen Gesprächen dem Wirtschaftsminister, unserem Parteivorsitzenden die Probleme dargelegt und mit ihm einen öffentlichen Termin vereinbart.

Da ich ursprünglich im Bereich Steuern und Finanzen studieren wollte, dieses Thema mich heute noch sehr beschäftigt und ich durch meinen Beruf sehr stark die Themen Handwerk, Mittelstand, Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik begleite, denke ich, dass ich auch für eine SPD Fraktion im Landtag für verschiedene Themengebiete gut gerüstet wäre. Insbesondere für solche, die vielleicht nicht Kernkompetenz der SPD sind.

Nicht zuletzt ist Sicherheit ein Bestandteil von Lebensqualität.
Statistisch gesehen geht die Kriminalität hier vor Ort zurück aber gerade die schweren Ausschreitungen rund um Fußballspiele, Nazidemos und Silvesterveranstaltungen zeigen die Polizeipräsenz vor Ort muss aufrechterhalten bleiben.

In Lindenthal meinem Heimatort---die meisten werden sich schmerzlich erinnern---- wurde tagelang nach dem Mörder von Mitja gesucht, der Ort war fast in einer Ausnahmesituation durch die Medienkampagne. Und zuletzt wurde der Mörder von Mitja, der jahrelang gegenüber einer Grundschule in Schkeuditz gewohnt hat in unmittelbarer Nähe zum Gymnasium verhaftet. Oder – aktuell—der Fall Michelle, wo der Täter immer noch frei herumläuft!

Wir müssen alles tun, damit unsere Kinder und Enkel frei, unbeschwert und sorgenlos ihre Kindheit im Freistaat Sachsen erleben und genießen dürfen und können.
Und gegen diese Täter muss mit allen Mitteln die der Rechtsstaat bietet vorgegangen werden. Es darf nicht sein, dass sich um Täter mehr gekümmert wird als um Opfer.

Ich habe meine eigenen Wahlkämpfe für den Ortschaftsrat geführt und zwar erfolgreich. Für 2 Leipziger Oberbürgermeister habe ich in meiner Funktion als Ortsvereinschef erfolgreich geworben, fast in ganzer Familie auf den Plakaten von Burkhard Jung und nicht zuletzt habe ich zweimal, plus eine Nachwahl für unsere Kandidaten im WK 31 gekämpft.

Wir haben seit langem Kontakte geknüpft zu vielen Bürgervereinen und Bürgerinitiativen und sind als Ortsverein deshalb dort auch stark vernetzt.

Ich möchte als Direktkandidat diesen Wahlkreis 31 direkt gewinnen.

Ich möchte zeigen, dass die Menschen in Nordsachsen und im Norden von Leipzig eine engagierte Vertretung im Landtag verdient haben. Ich möchte mich für mehr Lebensqualität und ein gerechteres Sachsen einsetzen.

Ich würde mich freuen wenn ihr mich auf diesem Weg unterstützt und mir heute hier euer Vertrauen schenkt einem Handwerksmeister und politischem Menschen!!!

Deshalb stelle ich mich hier heute zur Wahl und bitte euch um eure Stimme.

Danke für eure Aufmerksamkeit!!

 

Webadressen aller SPD Landtags- und Bundestagskandidaten in Leipzig

http://anke-kaestner.spdsachsen.de/
http://www.daniela-kolbe.de/
http://www.dirk-panter.de/
http://www.gernot-borriss.de/
http://gunter-mueller.spdsachsen.de/
http://www.holger-mann.de
http://www.margit-weihnert.de/
http://www.wolfgang-tiefensee.de

 
 

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