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Andreas Geisler | SPD-Landtagskandidat

Standpunkte

Meine Antwort auf einen Fragebogen der IHK Leipzig an die Kandidaten zum 5. sächsischen Landtag

Sehr geehrter Herr Topf,
Sehr geehrter Herr Hofmann,
sehr geehrte Mitglieder der IHK Leipzig
IHK zu Leipzig
Goerdelerring 5
Leipzig
04109

Leider habe ich ihre Anfrage erst Anfang dieser Woche erhalten, weil sie nicht an mich sondern an die Geschäftsstelle der SPD in Leipzig gerichtet war und dort zwar in mein Fach gelegt wurde, ich aber als Geschäftsmann und Handwerksmeister mit Familie nicht jeden Tag dort bin sondern mich eher um mein Geschäft kümmern muss. Egal ich habe sie nun erhalten und möchte Ihnen antworten.

Ich bewerbe mich als Kandidat der SPD für das Landtagsdirektmandat im LWK 31 (Leipzig 7) und stehe auch dazu Mitglied der SPD zu sein aber ich kann und werde meine Wurzeln nicht verleugnen. So bin ich seit 20 Jahren als Bäckermeister in Leipzig/Lindenthal selbständig und setze damit eine Familientradition fort die in Schlesien begann und deren 9`te Generation ich mittlerweile bin. Dadurch bin ich es gewohnt nicht in Wahlperioden sondern eher in Generationen zu denken und ich denke eine solide Finanzwirtschaft in meinem Betrieb ist die Basis von allem. So werde ich auch wenn ich von den Bürgerinnen und Bürgern meines Wahlkreises gewählt werde in der Politik handeln. Diese Austauschbarkeit und das kurzfristige Denken der heutigen Politiker sind mir ein Gräuel. Der Kampf um weniger Bürokratie bestimmt mein Leben seit Jahren auch und besonders als Mitglied des Gemeinderates und später des Ortschaftsrates Lindenthal und sind auch Bestandteil meines Wahlprogramms und meine Kandidatenrede in Eilenburg gewesen.
Das Thema Fachkräftemangel betrifft mich als Handwerker direkt und deshalb aber auch als Vater zweier Töchter und eines Pflegesohns ( nach dem Krebstod seiner Mutter, einer Freundin von uns im letzten Jahr ) engagiere ich mich seit nunmehr 10 Jahren als Elternsprecher in den verschiedenen Schulen meiner Kinder, aktuell im Gymnasium Schkeuditz. Dort versuche ich Einfluss zu nehmen, dass erstens keiner zurückgelassen wird aber auch vor allem sich alle bestens entwickeln können. Dort liegt aber noch viel Arbeit vor uns, die aber auch schon unbedingt im Elternhaus beginnen muss. Und sie muss in der frühkindlichen Bildung weitergeführt werden, so das alle zu Beginn der Schule der deutschen Sprache im gleichen Maße mächtig sind und befähigt sind zum Lernen. Wir müssen unbedingt die Abbrecher- und Verweigererquote drastisch senken. Wir können es uns nicht leisten auch nur ein Kind auf dem Weg der Bildung und Ausbildung zu verlieren. Auch das steht so klar in meiner Agenda. Wenn es nach mir geht, allerdings ist das schwierig muss der Weg klar zu einheitlichen mitteldeutschen Abschlüssen führen. Auch muss gerade in Mittelschulen und Gymnasien wieder mehr Unterricht in der Praxis oder mit der Praxis erfolgen, aber da ist nicht nur das Kultusministerium gefragt sondern gerade auch die Firmen in der Region müssen einen Teil ihrer Profite dafür bereit stellen. Auch das steht in meinem Wahlprogramm, denn gerade im Leipziger Norden müssen die Menschen, die für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region enorme Belastungen auf sich nehmen müssen dann auch davon hier vor Ort direkt profitieren und gerade da bieten sich Möglichkeiten Akzeptanz zu schaffen mit Angeboten für Schulen in Form von gemeinsamen Projekten. Zum Schluss ein Satz zu Pisa: Beim Lesen der Studie dachte ich mir nicht wie klasse wir in Sachsen sind sondern da ich die Situation vor Ort recht genau kenne, wie schlecht sind dann erst die Anderen. Also ganz klar wir hier in Sachsen orientieren uns am internationalen Spitzenniveau und nicht an den anderen Bundesländern. Zum Thema Studiengebühren bin ich geteilter Meinung. Ich denke es muss in Sachsen möglich sein alle Gebühren von der Krippe über den Kindergarten und den Hort, aber auch für ein direktes Studium abzuschaffen, bzw. gar nicht erst einzuführen. Jeder sollte unabhängig vom Einkommen der Eltern eine gleiche Chance auf eine gute Ausbildung haben. Im Gegensatz dazu habe ich die kompletten Kosten meiner Meisterausbildung selber tragen müssen und habe dies auch getan, weil ich diese Ausbildung für meine Tätigkeit und die Erzielung von Einkommen braucht. Also eine gleiche Chance für alle ohne aber Langzeit- oder Alibistudenten zu subventionieren.
Des Weiteren muss es möglich sein auch z.B. ein Studium auf eine Meisterausbildung aufzubauen, was spricht dagegen das junge Menschen zuerst Praxiserfahrungen sammeln um diese dann zu vertiefen.
Familie und vor allem die Anerkennung und Wertschätzung dafür müssen in unserer Gesellschaft wieder breiteren Raum erhalten. Aber wir müssen auch dafür sorgen, dass wieder mehr Familien Kinder bekommen die dieser Aufgabe gewachsen sind und wir müssen gleichzeitig die Kinder unterstützen wo die Eltern dieser Aufgabe nur bedingt gewachsen sind und zwar mit Maßnahmen die ausschließlich und direkt beim Kind ankommen.
Die Nachhaltigkeit der Energie- und Rohstoffpolitik ist so denke ich ein überaus wichtiges Thema gerade hier in Sachsen. Mit Grausen denke ich an die Preistreiberei der internationalen Märkte in den letzten Jahren die in letzter Konsequenz fast zur Aufgabe meines Betriebes geführt haben, weil wir diese Preissprünge an der Ladentheke so nicht weitergeben konnten. Ich denke wir müssen über die effiziente Nutzung aller Ressourcen hier im Freistaat genau nachdenken. Wenn ich im Moment für erneuerbare Energien mehr bezahle als für herkömmliche tut mir das zwar weh, aber wenn der Weg wegführt von der Abhängigkeit von den Ölmärkten dieser Welt ist es ein richtiger Schritt und wenn Sachsen diese Technologien in Zukunft exportieren kann, dann können wir alle davon profitieren. Es bleibt dabei, ein sparsamer Umgang mit unseren Ressourcen und eher die stoffliche Verwertung unserer Rohstoffe sind gut für unseren Freistaat. Dazu gehört aber auch unbedingt der Ausbau der Möglichkeiten für das Internet über den ganzen Freistaat auch wenn dies im Raum Leipzig kein Thema ist und die weitere Verbesserung der Infrastruktur unter Berücksichtigung der Menschen die es betrifft.
2 Sachen erscheinen mir mehr als wichtig: Wir müssen dafür Bedingungen schaffen, dass die vielen Handwerker mit Meisterbrief aber ohne Betrieb es leichter haben sich selbständig zu machen, ja das der Weg in die Selbständigkeit jedem mit guten Ideen und dem nötigen Einsatz offen stehen und das sie dieses auch über Jahre ausüben können und wir müssen unsere Hochschulen, Forschungslabore und Betriebe besser vernetzen. Es muss möglich sein die Wege von der Idee zur praktischen Umsetzung drastisch zu verkürzen. Hier ist der Freistaat gefragt in der Rolle des Bereitstellers von Kapital, auch von Risikokapital. Das wäre seine Aufgabe gewesen und nicht das ungezügelte Spekulieren der Landesbank auf den Finanzmärkten dieser Welt. Das Geld muss für Forschung und Entwicklung und für die kleinen und mittleren Firmen die dieses umsetzen bereitgestellt werden und zwar mit möglichst wenig bürokratischen Hemmnissen und zwar gerade Jetzt und Heute.
Zur Internationalisierung der sächsischen Wirtschaft kann ich hier nichts sagen, das übersteigt und da bin ich ehrlich genug im Moment meinen kommunalpolitischen Blick. Und ich möchte nur darüber reden wo ich etwas zu sagen habe, was nicht heißt es interessiert mich nicht. Und wenn ich gewählt werde, da können sie sicher sein werde ich unverzüglich alle Kraft daran setzen das fehlende aufzuholen, aber da ich gewohnt bin das Fell des Bären erst zu verteilen wenn er erlegt ist werden sie verstehen, dass ich im Moment neben dem Wahlkampf alle Kraft in meinen Betrieb legen muss, denn unsere 5 köpfige Familie muss von etwas leben und ich möchte nicht die letzte Generation in einer Familientradition sein auch wenn ich als Selbständiger im positiven Sinne verrückt genug bin mich so viel politisch einzusetzen.
Sie merken sicherlich in großen Zügen bin ich durchaus auf einer Linie mit ihren Leitlinien.
Etwas ist für mich nicht vorstellbar und das ist zügelloser Kapitalismus auf Kosten der Menschen, der Umwelt und der Natur. Aber bei allem was nachhaltig, solide und im beherrschbaren finanziellen Rahmen ist und den vielen Betrieben im Land dient haben sie mich an ihrer Seite.
Zum Schluss erlauben sie mir noch einige Hinweise: Gerne bin ich bereit mich auch Fragen ihrer Mitglieder persönlich zu stellen und weitere Hinweise über mich und meine Kandidatur finden sie unter: www.andreas-geisler.eu

Ich bedanke mich für Ihr Interesse und verbleibe mit Freundlichen Grüßen

Andreas Geisler

Bäckermeister, politischer Mensch und Kandidat im LWK 31

Antrag an den Stadtparteitag 19.01.2008

Antrag OV Nordwest:

Antrag Nr. ¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬¬________________¬¬¬¬¬___
zum Stadtparteitag am 19.01.2008

Der Parteitag möge beschließen:

a) dass eine Überprüfung der Lärmquellen in Leipziger Norden/Nordwesten vorgenommen wird, weil die überbordenden Lärmquellen von Autobahn, Flughafen Süd- und Nordlandebahn, Nachtflug, Bahngüterverkehr, Güterverkehrszentrum, Tierheim , Porsche Test – und Rennstrecke die Wohn- und Lebensqualität stark beeinträchtigt und eine Gesundheitsgefährdung nicht nur möglich sondern wahrscheinlich wird.

b) dass eine Verbesserung der sozialen Infrastuktur, wie Begrünungsanlagen, Radfahrwege ????? (was sonst noch )))) vorgenommen wird, damit sich das zerstörte Gemeinwesen in diesen Gebieten wieder erholt.

c) Von einem weiteren Ausbau des Flughafens und deren Aktivitäten ist abzusehen, sofern nicht eine vorherige Abstimmung mit der angrenzenden Bevölkerung vorgenommen und von dieser akzeptiert wird. Im Zweifelsfall sind Bürgerbefragungen abzuhalten. Es ist darauf hinzuarbeiten, dass eine paritätische Besetzung von a) Interessenvertretern des Flughafens und b) angrenzender Bevölkerung in der Fluglärmkommission vorgenommen wird. Die zzt. vorhandene Disparität zu Gunsten der Flughafenbetreiber ist nicht akzeptabel.

Begründung:

Die Reindustrialisierung des Nordens von Leipzig, verbunden mit dem notwendigen Ausbau der für den Betrieb von Logistikzentren erforderlichen Infrastruktur, hat die Lebens- und Wohnqualität der Bürger in diesen Gebieten stark beeinträchtigt und zu einer nicht nur unangenehmen sondern inakzeptablen Belastung geführt. Alle vorher benannten und versprochenen Lärmschutzmaßnahmen, insbesondere im Flughafen Bereich, haben nicht dazu geführt, dass eine Hinnahme dieser gesundheitsschädlichen Störung von der Bevölkerung weiter akzeptiert wird. Der Protest gegen den gesamten Lärm im Norden der Stadt wird zunehmen. Die überbordenden Lärmstörungen werden zwar in sich z.T. aufgehoben, aber die permanente Belästigung von Lärm, ob nun oberhalb oder im Rahmen der akzeptablen Grenzen, hat ein Ausmaß erreicht, welches die Bevölkerung in diesem Gebiet nicht mehr akzeptiert.

Das Argument von Sicherung und Generierung von Arbeitsplätzen darf jetzt in diesem Umfeld von Lebens- und Qualitätsvernichtung nicht mehr oberste Priorität haben. Wir müssen beginnen die Vernichtung von Lebens- und Wohnqualität zu stoppen, insbesondere in Gebieten, die, wie im Antrag benannt, durch Infrastrukturmassnahmen, nicht nur der öffentlichen Hand, in seinen Lebensgewohnheiten empfindlich gestört wurde. Mit der Zerstörung dieser Lebensgewohnheiten hat auch eine Störung der Kommunikativen innerhalb und außerhalb der betroffenen Gemeinden und Teilgemeinden stattgefunden.

Das gegenseitige Solidaritätsverständnis in der Abarbeitung der Gesamtproblematik von Lärm, insbesondere Fluglärm, zwischen den Gemeinden wird und wurde in der Vergangenheit vom Flughafenbetreiber bewusst untergraben, um die Eigeninteressen des Flughafens durchzuziehen. Daher ist eine paritätische Besetzung der Fluglärmkommission eine unbedingt erforderliche Maßnahme, damit auch deren Interessen eine entsprechende Berücksichtigung finden.

Für die Bürger der angrenzenden Gemeinden und Ortsteile reicht es jetzt.

Mit Bitte um Zustimmung.

Meine Reaktion als Teilnehmer der Gesprächsrunde mit der DFS zur Südabkurvung, meine MAIL an die Mitglieder des Petitionsausschusses

Sehr geehrter Herr Storjohan, sehr geehrter Herr Fornahl,

am 23. 03. 2009 fand im Leipziger Rathaus eine Beratung der Ortsvorsteher der nördlichen und westlichen Ortsteile so wie der nördlichen und westlichen Stadtbezirksbeiräte der Stadt Leipzig mit der Deutschen Flugsicherung DFS vertreten von Herrn Wenske, Towerleiter am Leipziger Flughafen, unter Leitung der Amtsleiterin des Umweltamtes der Stadt Leipzig Freifrau von Fritsch statt.
In dieser nichtöffentlichen Sitzung wurden die 2 Alternativrouten zur Südabkurvung vorgestellt.
Nachdem die DFS von Anfang an klargemacht hat nur bestimmte Fragen zu beantworten war es schwierig sich dem Thema zu nähern.
Herr Wenske räumte auf mehrfache Nachfrage dann irgendwann ein, für die Gebiete direkt am Flughafen also alles rund um Lindenthal, Breitenfeld, Lützschena, Stahmeln, Wahren, Möckern, Böhlitz Ehrenberg usw. gibt es keine Verbesserung, sondern es bleibt gleich oder wird sich gar leicht verschlechtern durch die engere Abflugkurve. Eine Verbesserung gäbe es nur für die Stadtteile südlich von Rückmarsdorf, wo die Flugzeuge dann allerdings in größerer Höhe nun neu Grünau umfliegen. Durch die weiter gezogene Kehre und die dadurch vergrößerte Lärmschleppe durch den längeren Vollschubanteil der Startphase in Schräglage wird sich also der Zustand in Flughafennähe eher verschlechtern.
Zu möglichen Einsparungen durch diese Route nannte Herr Wenske eine Zahl von 6 min Flugzeitverkürzung und auf die Frage wie viel Kerosin und Abgas gespart würde räumte er ein: nicht viel, weil drehen in geringer Tiefe deutlich mehr Antrieb braucht als Steigflug geradeaus und danach drehen in größerer Höhe.

Das Fazit für mich diese kurze Südabkurvung ist und bleibt völlig sinnlos, egal wie sie alternativ gelegt wird!! Es gibt nur eine Alternative dieses unnütze Ding einfach wie im Planfeststellungsbeschluss betreiben oder besser noch einfach komplett abschaffen!! Als sie letztes Jahr für 9 Monate ausgesetzt war ist auch niemand daran Pleite gegangen.

Desweiteren machte Herr Wenske in dieser Veranstaltung klar: Das neue Anflugverfahren mit Gleitflug wird in Leipzig nicht funktionieren vor allem nachts nicht, weil zu viel Verkehr in der Luft durch die Transportmaschinen, die so kurz nacheinander landen. Dadurch muss der Tower eingreifen und so bald der Tower eingreifen muss ist ein Anflug im Gleitverfahren nicht mehr möglich.

Also alle Vertreter der nördlich gelegenen Orts- und Stadtteile sprachen sich gegen jegliche Südabkurvung aus, für uns ist die Entscheidung zwischen 1., 2. und 3. Variante eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.
Die Vertreter der Südlichen Orts- und Stadtteile waren sich auch einig in der Ablehnung der Südabkurvung, gaben aber der Umweltleiterin mit, wenn schon, dann Alternative 2, aber besser noch komplette Abschaffung.

Das Fazit für uns in Flughafennähe werden die Belastungen immer größer und das alles nur durch Gewinnmaximierungsstreben des Flughafens und der dort ansässigen Firmen. Etwas mehr Entgegenkommen des Flughafens oder ein klares Bekenntnis der Politik das die Lebensqualität der Menschen hier genauso wichtig ist wie Ansiedlungspolitik wäre gerade heute nach Bankenkrise und ähnlichem sehr wichtig für die Region.

Mit freundlichen Grüßen und besten Dank für Ihre Bemühungen!

Andreas Geisler
stellv. Ortsvorsteher Lindenthal

www.andreas-geisler.eu
Vorsitzender des SPD Ortsvereins Leipzig Nordwest
Elternsprecher am Gymnasium Schkeuditz
Kurze Strasse 1
04158 Leipzig
0341/4613393
andigeisler@aol.com

 

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