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Andreas Geisler | SPD-Landtagskandidat

In der Presse


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Leserbrief zu Schulausfall in Sachsen/nicht veröffentlicht durch LVZ!

Meine Damen und Herren,

Mit totalem Entsetzen habe ich heute den Artikel über die Schulausfälle im Freistaat gelesen und ihre Kollegen von der Bild gehen sogar noch weiter und beschreiben die Paul Robeson Mittelschule, die Schule zweier meiner drei Kinder, als die mit den meisten Ausfällen in Sachsen.
Nun bin ich seit fast 10 Jahren als Elternsprecher in verschiedenen Schulen aktiv und weiß wie ernst solche Statistiken zu nehmen sind. Dort tauchen nur die Stunden auf die absolut nicht gehalten wurden und für die es keinerlei Ersatz gibt.
Stunden mit Hausarbeiten, oder wenn Lehrer 2 Klassen gleichzeitig betreuen oder wenn die Kinder eine Fehlstunde selber überbrücken oder auch Stunden in denen Sport oder Musik statt Mathe und Deutsch gegeben werden tauchen in solchen Statistiken überhaupt nicht auf. Wir haben das als Elternvertreter schon mehrfach verglichen. Um so erschreckender diese Zahlen und es schließt sich ein Kreis: überforderte Elternhäuser, meistens Jungen die es nicht zum Gymnasium schaffen und dann noch massiver Ausfall, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, dass Leipzig eine Hochburg ist für Kinder die keinen Schulabschluss erreichen.
Und es geht doch weiter, wer soll das dann ausbügeln etwa die Handwerksbetriebe der Region, wo im ersten Lehrjahr vom Lehrmeister Mathe- und Deutschnachhilfe gegeben werden muss damit eine Ausbildung zum Beruf erst beginnen kann. Ich weiß, wovon ich rede, habe ich doch 10 Mittelschüler in meiner Bäckerei ausgebildet seit 1990.
Das wichtigste was wir in unserem Land haben, unsere Kinder, erfährt nicht die Förderung die sie dringend benötigen.
Wir brauchen früheres Lernen in den Kitas, Helfer für bildungsferne Elternhäuser, mehr vorschulische Sprachlehrer damit alle mit Schuleingang gleich gut Deutsch sprechen längeres gemeinsames Lernen und wir brauchen endlich Konzepte gegen den Schulausfall. In normalen Betrieben muss die Arbeit auch gemacht werden, wenn einige Kollegen krank sind. Da ist der Freistaat in der Pflicht dieses umgehend zu verbessern. In Zeiten, wo Banken und andere Firmen mit Unsummen unterstützt werden, dürfen Schulen nicht in einem viel schlechterem baulichen Zustand sein, wie die Filialen der vom Staat gestützten Banken und es kann nicht sein das Unterricht ausfällt, weil es im Freistaat zu wenig Lehrer gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Geisler
Andreas-Geisler.eu

 
 

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