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Andreas Geisler | SPD-Landtagskandidat

In der Presse


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Pressemeldung zur Sitzung DFS mit den Ortsvorstehern der Leipziger Nordgemeinden/ gleichlautend an den Petitionsausschuss des Bundestages

Sehr geehrter Herr Storjohan, sehr geehrter Herr Fornahl,

am 23. 03. 2009 fand im Leipziger Rathaus eine Beratung der Ortsvorsteher der nördlichen und westlichen Ortsteile so wie der nördlichen und westlichen Stadtbezirksbeiräte der Stadt Leipzig mit der Deutschen Flugsicherung DFS vertreten von Herrn Wenske, Towerleiter am Leipziger Flughafen, unter Leitung der Amtsleiterin des Umweltamtes der Stadt Leipzig Freifrau von Fritsch statt.
In dieser nichtöffentlichen Sitzung wurden die 2 Alternativrouten zur Südabkurvung vorgestellt.
Nachdem die DFS von Anfang an klargemacht hat nur bestimmte Fragen zu beantworten war es schwierig sich dem Thema zu nähern.
Herr Wenske räumte auf mehrfache Nachfrage dann irgendwann ein, für die Gebiete direkt am Flughafen also alles rund um Lindenthal, Breitenfeld, Lützschena, Stahmeln, Wahren, Möckern, Böhlitz Ehrenberg usw. gibt es keine Verbesserung, sondern es bleibt gleich oder wird sich gar leicht verschlechtern durch die engere Abflugkurve. Eine Verbesserung gäbe es nur für die Stadtteile südlich von Rückmarsdorf, wo die Flugzeuge dann allerdings in größerer Höhe nun neu Grünau umfliegen. Durch die weiter gezogene Kehre und die dadurch vergrößerte Lärmschleppe durch den längeren Vollschubanteil der Startphase in Schräglage wird sich also der Zustand in Flughafennähe eher verschlechtern.
Zu möglichen Einsparungen durch diese Route nannte Herr Wenske eine Zahl von 6 min Flugzeitverkürzung und auf die Frage wie viel Kerosin und Abgas gespart würde räumte er ein: nicht viel, weil drehen in geringer Tiefe deutlich mehr Antrieb braucht als Steigflug geradeaus und danach drehen in größerer Höhe.

Das Fazit für mich diese kurze Südabkurvung ist und bleibt völlig sinnlos, egal wie sie alternativ gelegt wird!! Es gibt nur eine Alternative dieses unnütze Ding einfach wie im Planfeststellungsbeschluss betreiben oder besser noch einfach komplett abschaffen!! Als sie letztes Jahr für 9 Monate ausgesetzt war ist auch niemand daran Pleite gegangen.

Desweiteren machte Herr Wenske in dieser Veranstaltung klar: Das neue Anflugverfahren mit Gleitflug wird in Leipzig nicht funktionieren vor allem nachts nicht, weil zu viel Verkehr in der Luft durch die Transportmaschinen, die so kurz nacheinander landen. Dadurch muss der Tower eingreifen und so bald der Tower eingreifen muss ist ein Anflug im Gleitverfahren nicht mehr möglich.

Also alle Vertreter der nördlich gelegenen Orts- und Stadtteile sprachen sich gegen jegliche Südabkurvung aus, für uns ist die Entscheidung zwischen 1., 2. und 3. Variante eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.
Die Vertreter der Südlichen Orts- und Stadtteile waren sich auch einig in der Ablehnung der Südabkurvung, gaben aber der Umweltleiterin mit, wenn schon, dann Alternative 2, aber besser noch komplette Abschaffung.

Das Fazit für uns in Flughafennähe werden die Belastungen immer größer und das alles nur durch Gewinnmaximierungsstreben des Flughafens und der dort ansässigen Firmen. Etwas mehr Entgegenkommen des Flughafens oder ein klares Bekenntnis der Politik das die Lebensqualität der Menschen hier genauso wichtig ist wie Ansiedlungspolitik wäre gerade heute nach Bankenkrise und ähnlichem sehr wichtig für die Region.

Mit freundlichen Grüßen und besten Dank für Ihre Bemühungen!

Andreas Geisler
stellv. Ortsvorsteher Lindenthal

 
 

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